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Einige von Ihnen fragen sich bestimmt, was oder wer ist eigentlich der MDK?

Der MDK, ist die Kurzbezeichnung für den medizinischen Dienst der Krankenkassen.
Der MDK wird von allen, den gesetzlichen sowie den privaten Pflegekassen beauftragt, eine Pflegebedürftigkeitssituation durch einen Gutachter einzuschätzen. Man nennt dies auch umgangssprachlich “Pflegeeinstufung” oder neuerdings “Pflegeeingraduierung”. Dabei besucht der MDK den zu Pflegenden in seiner häuslichen Umgebung oder in der Pflegeeinrichtung um einen Pflegegrad festzustellen. Der Pflegegrad gibt Aufschluss über den prozentualen Grad der Zuschüsse zu den Pflegekosten.

Die Begutachtung läuft immer gleich ab. Nach der Einschätzung, die mittels eines bestimmten Berechnungswerkzeugs erfolgt, wird ein Pflegegrad zugesprochen oder abgelehnt.
Die Entscheidung, ob ein Pflegegrad bewilligt wird oder nicht, obliegt nicht einfach so dem MDK. Ganz im Gegenteil. Die Pflegesituation wird exakt in das Berechnungswerkzeug eingetragen. Jeder Eintrag in einem Modul, so nennt man die Bereiche die “begutachtet werden”, ergibt einen bestimmten Punktwert. Jedes Modul ist einem eigenen Lebensbereich des täglichen Lebens zugeordnet. Die addierten Punkte aus den Modulen ergeben den exakten Pflegegrad. In der folgenden Tabelle können Sie sich die Punkteverteilung mit dem dazugehörigen Pflegegrad anschauen.

Punkte Pflegegrad
12,5 bis 27 1
27 bis 47,5 2
47,5 bis 70 3
70 bis 90 4
90 bis 100 5

Irren ist menschlich. Auch ein Gutachter kann irren, daher sollten Sie das Pflegegutachten nach der Zusendung genau überprüfen. Ab und an gibt es in der Punktevergabe Abweichungen von der tatsächlichen Pflegesituation. Hier ist dann zu überlegen, ob Sie gewillt sind einen Widerspruch einzulegen. Eine Nachbegutachtung nach einem Widerspruch kann dann, den erhofften Pflegegrad bringen.
Jedenfalls zeigt die Erfahrung, dass es sich lohnt zu widersprechen, sofern man die Situation anders einschätzt.

Ob ein Neuantrag zur Pflegebegutachtung, ein Antrag auf Höherstufung eines bestehenden Pflegegrads oder die unabhängige Vorabeinschätzung der Pflegesituation mittels des Berechnungstools, sprechen Sie mich einfach an.
Sehr gerne berate ich Sie persönlich zu ihrer individuellen Situation. In der gesamten Zeit des Beratungsprozesses können Sie auf meine Hilfe vertrauen. Scheuen Sie sich nicht, mich zu kontaktieren und mit mir gemeinsam zu schauen, ob Ihrem pflegebedürftigen Angehörigen ein Pflegegrad zusteht! Ich freue mich auf Sie!




Haben Sie schon mal den Begriff “Sandwich Generation” gehört? In einem Artikel habe ich kürzlich gelesen, das es die pflegenden Angehörigen sind, die so genannt werden. Die Sandwich Generation pendelt zwischen der Versorgung der Kinder und der Versorgung oder Pflege der Eltern. Der Ehepartner, die Kinder, der Beruf, die Freunde, die Hobbys, die Eltern – für alle möchte die Sandwich Generation da sein. Der Begriff Sandwich Generation gefällt mir persönlich gar nicht. Mag er die Situation gut beschreiben, in der der pflegende Angehörige steckt.
Ich bewundere beim Lesen, wie diese multiagierende Ehefrau, Mutter und Tochter im Artikel „rotiert“. Sie versucht allem und allen gerecht zu werden. Bald ist das Burnout da, denke ich. So wie der Dame im Artikel, ergeht es etwa 4,7 Millionen Deutschen, meistens Frauen. Hätten Sie das gedacht? Sie werden auch der größte Pflegedienst Deutschlands genannt.
Wenn es den größten Pflegedienst Deutschlands nicht gebe, kaum auszudenken was dann wäre, denke ich beim lesen. Denn Fakt ist, der Fachkräftemangels hält weiterhin Einzug. Wir können davon ausgehen, dass sich die Situation in der Pflege noch mehr verschärfen wird. Der Pflegeberuf ist leider unattraktiv geworden. Das Pflegepersonal macht dem eigenen Job leider auch nicht alle Ehre. Die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt weiter zu.
Woher nehmen eigentlich die pflegenden Angehörigen eigentlich ihre Motivation? Ist es die Elternliebe? Nächstenliebe? Ist es der finanzielle Aspekt? Oder sind es die vielen negativen Medienberichte aus den Pflegeheimen?
Der Artikel erinnert mich an eine Situation in meiner Familie. Dort gab es auch das “Sandwich Phänomen”. Mein Stiefvater hat lange unsere Oma gepflegt. Ich ziehe den Hut vor ihm! Er war hauptsächlich nur für Oma da. Sehr aufopfernd. Das Pflegeheim war nie eine Option. Immer bewunderte ich, wie viel Kraft und Ausdauer er hatte. Meine Oma ist mittlerweile verstorben. Oma, ein Gruß nach oben zu Dir 🙂
Ich kann nur sagen, ich bewundere alle, die ihre Angehörigen selbst pflegen. Es ist eine kräftezehrende, aufopfernde, erschöpfende, eine mutige und starke tägliche Herausforderung. Jedem in einer Sandwich Position lebenden Menschen wünsche ich viel Kraft, Ausdauer, Rückzugsmöglichkeit, Energiequellen, Liebe, viel Gesundheit und vor allem ein sorgenfreies Pflegen!